Swingtrading aus einem etwas anderen Blickwinkel
Wie Sie sicherlich wissen, gibt es Tradingsysteme wie Sand am Meer. Und wie Ihnen auch bestimmt aufgefallen ist, schwört jeder erfolgreiche Trader auf sein eigenes System. Da stellt sich die Frage, welche dieser vielen Methoden die Beste ist. Doch kann man das so einfach sagen? Zäumen wir das Pferd anders herum auf: welches Auto ist das Beste? Gar nicht einfach zu beantworten, werden Sie nun sagen. Mit Recht, denn es kommt darauf an, wofür Sie das Fahrzeug benötigen. Soll es denn ein Kleinwagen für die Stadt sein oder eine Limousine für lange Geschäftsreisen auf der Autobahn? Ähnlich ist es auch beim Trading. Auch hier sollten Sie sich im Vorfeld ein paar Fragen stellen. Damit und mit noch mehr wollen wir uns den nächsten beiden Beiträgen beschäftigen.
Als ich mit dem Trading begann, handelte ich Trends. Ohne weiter darüber nachzudenken, ob diese doch eher etwas längerfristige Tradingstrategie (ich entschied mich für einen Handel des Trends am Tageschart) für mich die Richtige ist, wagte ich den Sprung ins Kalte Wasser. Und ich sollte mich ordentlich dabei verkühlen, wie sich wenig später herausstellte.
Nun ist es nicht so, dass man Trends nicht erfolgreich traden kann. Es ist möglich, wenn man zunächst etwas Geduld aufbringt. Dem war bei mir aber nicht so, und so merkte ich bald, dass ich bei jeder neu eingegangenen Position spätestens nach 4 oder 5 Tagen unruhig wurde. Ich wollte in kurzer Zeit Resultate sehen. Ich wollte ein Ergebnis, egal ob ein Gewinn oder ein Verlust dabei herauskam, und das war das erste große Problem. Ein Trend braucht Wochen, um sich so richtig auszubilden, doch für mich war diese Zeitspanne einfach zu hoch angesetzt.
Nun ist es nicht so, dass man Trends nicht erfolgreich traden kann. Es ist möglich, wenn man zunächst etwas Geduld aufbringt. Dem war bei mir aber nicht so, und so merkte ich bald, dass ich bei jeder neu eingegangenen Position spätestens nach 4 oder 5 Tagen unruhig wurde. Ich wollte in kurzer Zeit Resultate sehen. Ich wollte ein Ergebnis, egal ob ein Gewinn oder ein Verlust dabei herauskam, und das war das erste große Problem. Ein Trend braucht Wochen, um sich so richtig auszubilden, doch für mich war diese Zeitspanne einfach zu hoch angesetzt.
Des Weiteren besteht ein Trend aus zwei Bestandteilen. Der „Bewegung“ und der „Korrektur“. Als Bewegung bezeichnet man jenen Kursverlauf, der in Richtung des Primärtrends zeigt. Befindet sich ein Wert also in einem Aufwärtstrend und die Kurse steigen, spricht man von einer „Bewegung“. Geht es in der gleichen Situation mit den Notierungen nach unten, handelt es sich um eine „Korrektur“. Und mit dieser „Korrektur“ hatte meine Psyche ihre liebe Not (ich gehe hier der Einfachheit halber von einem (long) Trade aus, bei dem ich auf steigende Kurse gesetzt hatte). Ich konnte diese „Korrektur“ mental einfach nicht ertragen, weil ich nicht mitansehen wollte, wie meine angelaufenen Papiergewinne wieder dahinschmolzen.

Aus diesen beiden Gründen (Ungeduld und Angst, zu viel von Papiergewinnen zu verlieren) war ich nicht in der Lage, Trends erfolgreich zu handeln (das ist heute noch so) und so musste ich mir etwas anderes suchen. Ein ganz kurzfristiges Agieren, das sogenannte Daytrading war dann auch nicht mein Ding. Hier scheiterte es einfach an meinen Kräften, denn nach einem anstrengenden Tag im Büro hatte ich einfach nicht die Lust und Ausdauer, mich Abends mit blitzschnellen Kursverläufen zu beschäftigen und rasche Entscheidungen zu treffen. Die Lösung lag dann schließlich in der Mitte, und so stieß ich nach einigem Herumprobieren auf das Swingtrading am Tageschart mit einer Haltedauer von 1 – ca. 5 Tagen, und diesem Handelsansatz bin ich bis heute treu geblieben.
Um nun beim Beginn der Geschichte anzuknüpfen: ich betreibe das Swingtrading also nicht, weil ich denke, es ist die Beste aller Strategien. Es ist lediglich so, dass ich für mich herausgefunden habe, dass mich dieser Tradingstil sowohl von der Charakteristik als auch von der Haltedauer her am besten anspricht. Noch dazu habe ich mir eine ganz besondere Trading Logistik aufgebaut, mit der ich den aktiven Börsenhandel über viele Jahre hinweg neben einer vollen Berufstätigkeit erfolgreich ausüben konnte. Seit mehr als zwei Jahren bin ich nun selbständiger Trader, doch an meinem simplen Vorgehen hat das nichts verändert. Erfolgreiches Trading ist möglich! Wenn man dabei auf seine eigenen Talente setzt und wenn man das Trading Prozessorientiert betrachtet.

