Lehrgeld und Spielgeld Teil 1
Dieser Beitrag stammt von Florian Salfner, der im trading netzwerk vor einigen Wochen sehr erfolgreich den Bereich “Daytrading” übernommen hat. Florian hat sich auf den kurzfristigen Börsenhandel spezialisiert, und wird in Kürze einen sehr interessanten Video Kurs zum Thema Daytrading hier im trading netzwerk anbieten. Partner kommen dabei in den Genuss eines Preisvorteils von 10% (in Kürze mehr!). In diesem zweiteiligen Artikel spricht er über typische Anfängerfehler im Trading. Sehr lesenswert!
Von Florian Salfner
Als ich mit dem Trading vor 15 Jahren begonnen habe war Anfangs ein Verlust ein Verlust. Unter dem Strich Geld verloren. Oder doch nicht ? Nach einer Weile erkannte ich den Unterschied. Es gibt einen positiven Verlust und einen Negativen.
Sie denken jetzt sicher der Typ ist total „Panne“ was ist am Geld verlieren positiv?
Ich schreibe es Ihnen. Eines Tages während eines Gespräches in einer netten Runde unter Freunden kam ich auf den wesentlichen Unterschied. Dieser liegt in der Sache was man aus einem Verlust macht!
Einfacher ausgedrückt, das eingezahlte Geld in einen Verlust Trade ist entweder SPIELGELD oder LEHRGELD.
Der Unterschied liegt darin, ob der Fehler immer und immer wieder gemacht wird, dann wurde nichts aus dem Fehler gelernt und falls der Fehler nicht abgestellt wird, dann hat man vermutlich Spass an dem ganzen und somit ist das für mich verlorene Geld Spielgeld.
Ein Trader, der in der Lage ist, aus seinen Fehlern zu lernen und aus den Verlusten einen Nutzen zieht – also den Fehler erkennt und künftig vermeidet – für denjenigen stellt ein Loss Lehrgeld dar.
Durch meine Aktivitäten habe ich Kontakt zu sehr vielen Tradern und muss feststellen, dass die Fehler im Trading immer wieder die Selben sind.
Damit Sie nicht in die klassischen Tradingfehler tappen habe ich einige für Sie zusammengestellt.
1. Schnell reich werden
Ein wesentlicher Baustein für erfolgreiches Traden ist ein Moneymanagement das zum Konto passt verbunden mit einem Risikomanagement. Was ist damit gemeint? Das Ziel ist immer das Gleiche jeder der spekuliert und tradet möchte schnell Reich werden und denkt er könnte eine Abkürzung nehmen auf dem Weg dort hin.
Es ist einem Einsteiger nicht zu verübeln werden doch in der Werbung gigantische Hebel angepriesen 200:1 ist eher die Regel manche Broker erlauben sogar 500:1. Ein Konto mit einem solchen Hebel zu handeln ist wie wenn Sie mit 350 km/h auf der Autobahn unterwegs sind. Der Crash kommt bestimmt die Frage ist nur wann.
Fazit: Erstellen Sie sich ein professionelles Risk und Moneymanagement.
2. Trading Plan
Ob man es glaubt oder nicht viele Trader denken Sie haben einen Trading Plan, nur wenn dieser hinterfragt wird sieht das ganze aus wie eine Schweizer Käse mit vielen Löchern durchzogen.
Viele Trader haben einen Plan wie Sie einsteigen vielleicht aus noch einen Inital Stop aber das war’s dann meistens auch schon. Zu einem Trading Plan gehört aber weit mehr.
Wichtige Punkte: Tradingsetup, Tradeverwaltung, Handelausrichtung, Stopp, Ziel, Risikomanagement und Notfallplan.
Dann kommt das Thema mit dem umsetzen des Plans! Prüfen Sie sich selbst – haben Sie die letzen 20 Trades alle nach Ihrem Plan gehandelt oder vielleicht doch manuell eingegriffen?
Bitte verstehen Sie es nicht falsch ich bin kein Oberlehrer aber viele Trader auch erfolgreiche vermasseln sich die Gewinne da der Plan nicht eingehalten wird.
3. Geduld
Die höchste Tugend eines Traders ist die Geduld. Warum ist das so? Die Märkte können einen ganz schön auf die Probe stellen. Stellen Sie sich vor! Sie sind Daytrader und haben die vergangenen Tage ein kleines Minus erwirtschaftet in den letzten zwei Tagen haben Sie nur zwei Signale bekommen und die leider verpasst.
Jetzt Geduldig auf das “Lieblingssetup” bzw. “ High Probability Setup” zu warten erfordert ein Höchstmaß an Geduld und Disziplin.
Ein Trader ist ein Jäger kein Gejagter! Legen Sie sich auf die Lauer und wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist dann drücken sie die Buy oder Sell Taste und nicht einfach deswegen weil man ja Trader ist und schließlich traden muss.
Fortsetzung folgt!
Herzliche Grüße, Florian Salfner


