Old-school-mäßig basierten früher 11 von 10 Strategien auf dem SMA
Okay, geringfügige Übertreibung.
Aber ich bevorzuge Trades die “heuer noch” wieder geschlossen werden. Bei einem SMA(14) schließe ich bereits die übernächste Position längst wieder aus. Na gut, wieder geringfügig übertrieben – oder auch nicht.
Aber der SMA ist schon so was wie die Mutter der Tradingindikatoren. Es gibt, wie Jess sehr richtig erwähnt, auch Spielarten davon, eigentlich unzählige.
Ich mag jetzt gar nicht raunzen, dass ein SMA (wie auch all seine Unterarten) ein verzögerter Indikator ist – bei einem SMA(20) muss ich ja bei EOD-Bars 20 Tage zurückschauen was war (eine Ewigkeit her, wenn interessiert das noch?). Sondern ich erwähne auch etwas andere Spielarten des Einsatzes von diesen GDs (Gleitender Durchschnitt):
Alternativer Einsatz von SMAs:
Wie weiß ich ob ein Filter, zum Beispiel ein Index gerade hoch oder niedrig ist, zB der (ansich) sehr coole VIX – der Volatility- (oder Fear-) Index? Ist 28 hoch oder niedrig? Keine Ahnung, deshalb bilde ich einen SMA(10) zB der letzten 10 Tage und schaue wo er heute ist: Ist der SMA bei 17 und der heutige VIX bei 28 dann ist er sehr hoch, richtig? Richtig!
D.h. man kann SMAs (und anderer Zeugs natürlich auch) sehr gut verwenden um eine quantifizierbare Aussage der relativen Position von etwas zu erhalten.
Noch praktikabler wird das Ganze, wenn man Bänder aus dem SMA bildet, zB einen Offset von x% rauf und runter. Dann werden Aussagen wie oben zusätzlich bekräftigt (wenn etwas zB über SMA + Offset liegt statt nur über SMA).
Natürlich kann man den SMA auch als Basislinie für andere Dinge nehmen, zB extrem clever die Standardabweichung (=was Nettes aus der Statistik) nehmen und zum SMA dazu- oder wegrechnen. Hoppla, da hab ich gerade die Bollinger Bänder erfunden
Also, der SMA ist häufig auch die Basis von unzähligen Indikatoren ohne dass einem dass immer bewusst ist.