Ich finde, das was Schaffner sagt, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Auch ich versuche mich immer wieder im Stockpicking. Dabei halte ich mich meist an kleine Unternehmen, mit interessanten Kennzahlen und mit noch interessanterem Geschäftsmodell. Das können ganz neue Ideen oder Produkte sein. Trotzdem braucht man für diesen Investing Stil einen sehr langen Atem. Denn nicht alles entwickelt sich so wie gedacht. Ein paar Beispiele
Crox
Schuhe – kennt jeder. Waren der Hype! Seht Euch die Aktie an. Da wird man ja verrückt!
True Religion
Coole Jeans – super Bilanzkennzahlen. Trotzdem – viel geht nicht weiter und es gibt immer wieder Rückschläge
Texas Roadhouse
Die beste US Steak Kette – noch genügend Raum zu wachsen. Trotzdem steigt Mc Donald – obwohl an jeder Ecke schon ein solcher Laden ist…
I Robot
Die Zukunft schlechthin. Roboter die für uns Dinge tun, die wir nicht gerne machen. Bomben entschärfen oder einfach nur Staubsaugen. Trotzdem: der Kurs der Aktie geht nicht gerade ab wie eine Bombe…
Aldila
Ganz neuartige Golfschläger – bis irgendwann das Geschäft nicht mehr so lief. Heute ein Pink Sheet…
Aubible
Hörbüchern gehört die Zukunft – sagte man vor ein paar Jahren. Bis die Firma aufgekauft wurde – selbstverständlich nach einem starken Kurseinbruch…
Ekornes
Stressless Möbel – schon gehört? Beste Qualität, hohe Dividende. Aber die Aktie…naja…
Jamba Juice
Smoothie Kette in den USA. Turnaround Story – hmmm. Auch Insiderkäufe (vor ein paar Jahren) waren kein Garant für Kursanstiege
Fredericks of Hollywood – die „anderen“ – die „richtigen“ waren Victorias Secret…
Ihr seht – Investing ist nicht einfach. Gute Firmen, gute Bilanzkennzahlen (nicht unbedingt heute – aber früher zumindest). Aber: gerade bei kleinen Firmen kann so viel schief gehen. Der schwarze Schwan lauert hinter jeder Ecke. Daher: auch Investoren brauchen ein Risikomanagement. Mit Buy & Hold alleine ist es nicht getan.
LG Thomas