Administratoren

  • Profilbild

Investing

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 5 Tagen, 18 Stunden aktiv

Die fundamentale Seite der Börsenspekulation

Buy and Hold als Anlageform (9 Antworten)

← Übersicht   Alle Diskussionen anzeigen
  • Profilbild Richard Zerfowski vor 4 Monaten:

    “Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich”.

    Dieser oft zitierten Aussage der Börsenlegende Andre Kostolany wird heute immer öfter nachgesagt, dass diese heute nicht mehr gilt. Dem möchte ich hier widersprechen. Allenfalls ist es schwieriger geworden Werte zu finden welche langfristig eine stetige und überdurchschnittliche Performance aufweisen und zusätzlich – besonders wichtig – dem Aktionär keine schlaflosen Nächte bereiten also ein geringes Anlagerisiko beinhalten.

    Auf der Suche nach geeigneten Aktientitel kann man nach folgenden Kriterien untersuchen:
    Hat das Unternehmen ein krisenfestes Geschäftsmodell oder sogar ein Monopol oder eine monopolähnliche Stellung und ein voraussichtlich kontinuierliches Wachstum ?
    Erwirtschaftet das Unternehmen hohe Eigenkapitalrenditen und Gewinne und lassen sich die zukünftigen Gewinne plausibel prognostizieren ?
    Hat das Unternehmen in der Vergangenheit regelmäßig Dividenden oder sogar stetig steigende Dividenden bezahlt ?

    Sollten die genannten Kriterien auf einen Wert zutreffen dann könnte es sich womöglich um eine interessante Aktie für eine buy and hold Strategie handeln. Der interessierte Leser wird natürlich erkannt haben, dass es sich bei den oben genannten Auswahlkriterien um ähnliche oder gleiche Kriterien handelt nach denen schon Warren Buffett investiert hat.

    Ich möchte in diesem Beitrag nach und nach Aktien vorstellen, welche sich in meinen Augen eindeutig für eine buy und hold Strategie eignen und welche langfristig auch eine überdurchschnittliche jährliche Rendite erwirtschaftet haben und wahrscheinlich noch werden.

    Der unten abgebildete Wert ist nicht nur interessant durch den stetigen Kursanstieg über die Jahre hinweg (eine Finanz- oder Schuldenkrise scheint der Aktie unbekannt zu sein) sondern durch eine im Schnitt der letzten sechs Jahre um 18 % p.a. gestiegener Dividende.

    Dividendenbetrag in $ p.a. McDonalds
    2011 $ 2,53
    2010 $ 2,26
    2009 $ 2,05
    2008 $ 1,625
    2007 $ 1,50
    2006 $ 1,00

  • Profilbild Andreas Jobst vor 4 Monaten:

    @Richard
    Vor allem wurde dieser Satz generell falsch interpretiert.
    Er meinte wie du sagst nicht daß man wahllos irgendwas kaufen sollte und dann “Schlaftabletten” nehmen sondern gezielte Unternehmen zu einem bestimmten Preis,änlich wie es Buffett macht.

    LG Andreas

  • Profilbild Nikolaj Weber vor 4 Monaten:

    Ja, das wäre schön eine solche Strategie fahren zu können, aber ich glaube den meisten hier fehlen dafür die finanziellen Mittel.
    Nehmen wir mal an wir hätten McDonalds am tiefsten Punkt (märz 2003) bei ca. 12 USD gekauft und hätten die Aktie bis heute gehalten, dann hätten wir eine durchschnittliche Jahresrendite von ca. 26,75 % erwirtschaftet 8) Wow, das ist ein Vorzeigbare Rendite, aber dieser fall ist sehr unwahrscheinlich!

    Mit den fehlenden finanziellen Mitteln meine ich, das man einen außerordentlichen batzen Geld benötigt um mit dieser methode (besonders bei solchen etablierten Firmen) seinen Schnitt zu machen oder eine ordentliche Portion Glück, wie in meinem bsp. oben.

    Bei einer Buy and Hold Strategie würde ich auf Zukunftsmärkte oder tchnologien setzen wie zbs. (sehr interessant wie ich finde) das dreidimensionale Drucken (Moderner klingt natu?rlich „Rapid Manufacturing“ oder „Blitz-Fabrikation“). Die Maschine wird mit einer Grundsubstanz wie Nylon oder Metallpulver befu?llt, ein nahezu beliebiges 3D-Design am Computer aufgespielt und schon verdichtet ein Laser binnen ku?rzester Zeit das Rohmaterial Atom fu?r Atom, Lage fu?r Lage und schließlich steht der am Computer entworfene Schuh oder Auto-Teil anfassbar vor einem.

    Natürlich müsste man etwas rechersche betreiben um ein oder das Unternehmen mit dem größten Potential zu finden, aber wie ich finde sind das dinge die es wert sein könnten.

    http://de.euronews.net/2011/08/31/mit-dem-3d-drucker-beliebig-objekte-kopieren/

    Das könnte das Rad neu erfinden ;)

    LG Nikolaj

  • Profilbild Manuel Knopf vor 4 Monaten:

    Habe auch schon von “Geschmacksdruckern” gehört mit denen man sich seinen lieblings Burger selbst ausdrucken kann(die schönen Bilder auf Torten lassen sich ja schon lange essen). Spannende Zeiten in denen wir leben 8)

    Größere Summen würde ich persönlich auch eher in solide und bereits etablierte Werte setzen, die vorallem eine Dividende abwerfen.
    Aber Probleme kanns immer geben wenn das Unternehmen nicht innovativ genug ist und die Zeichen der Zeit übersieht. Vorallem wenn starke Konkurenz auf dem eigenen Markt vorhanden ist. Zeigt sich schön bei Nokia und ähnlichen Titeln.

    LG
    Manuel

  • Profilbild schaffner vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Ich bin dem Value Investing gegenüber sehr skeptisch. Natürlich gibt es Beispiele, wo es sich wie bei MC Donald ausgezahlt hätte. Aber es gibt leider noch viel mehr Beispiele, wo es nicht funktioniert hat. Kaum eine Aktie aus dem DAX hat in den letzten Jahren eine echte Wertsteigerung gesehen. Und die wenigen aus der zweiten oder dritten Reihe, die gestiegen sind – ja die hat man überhaupt mal erst erwischen müssen.

    Buy & Hold ist nicht tot. Da gebe ich euch recht. Aber ich denke, was die Blue Chips betrifft liegt diese Anlageform zumindest auf dem Sterbebett. Heute ist doch jeder direkt oder indirekt an den Aktienmärkten investiert. Was soll da noch für uns Kleinanlager unentdeckt bleiben…?!

    Auch wenn man die Kriterien von Buffet & Co beherzigt. Leider bin ich nicht so gut wie Buffet und habe auch nicht seine Möglichkeiten. Und solche Trends (Geschmacksdrucker & CO) …sicher nett aber was das Investing betrifft wohl nur über Venture Capital ertragreich. Wenn so eine Firma an die Börse geht, haben die Großen meist schon abgesahnt. Ich weiß, wenige Beispiele mögen das widerlegen, aber bei der Mehrheit greift man einfach daneben.

    Daher: wenn schon Investments dann über einen ETF auf einen Markt. Zum Beispiel Griechenland oder vor ein paar Wochen einen Dax. Warum nicht. Wenn der Markt als Gesamtes 25% zurückgeht, kann man kaufen. Bei Griechenland muss man natürlich gute Nerven und einen langen Atem haben.

    Aber niemals (mehr) Einzeltitel. Das ist aus meiner Sicht Zockerei!

    Gruß, Lars

  • Profilbild Richard Zerfowski vor 2 Monaten, 4 Wochen:

    Letzte Woche fand ein interessantes Gespräch mit Gottfried Heller, dem langjährigen Freund von Andre Kostolany mit dem Titel “Kostolanys Ratschlag gilt heute noch!” statt:

    “Ich darf gleich mal voraus schicken, dass Kostolany niemals gesagt hat Aktien kaufen und unters Kopfkissen legen,” klärt Gottfried Heller gleich zu Beginn des Gesprächs auf. “Kostolany hat gesagt, man soll ein solides internationales Depot anlegen und dann Schlaftabletten nehmen und 5 Jahre lang schlafen oder 6 Jahre und wenn man dann aufwacht, dann würde man meistens eine angenehme Überraschung erleben.

    Er hat damit aber GAR NICHT gemeint eine Buy and Hold-Strategie.” Kostolany habe eher gemeint, dass der Anleger in Krisenzeiten öfter dazu neigt, die Nerven zu verlieren, um dann zum dümmsten Zeitpunkt zu verkaufen. Kostolanys Rat sei eher, dass man “dadurch dass man nicht mitkriegt, wenn es draußen blitzt und kracht” sich nicht zu Fehlreaktionen hinreißen lässt. “Er hatte nie eine Buy and Hold-Strategie propagiert und ich krieg das einfach nicht aus der Presse heraus, dass jeder mit der dummen Meinung daher kommt, er habe eine Kaufen-und-Liegenlassen-Strategie verkündet.” Man brauche an der Börse Fachwissen und die Fähigkeit seine Emotionen unter Kontrolle zu halten, so Heller. Leider lägen bei vielen Anlegern oft die Nerven blank.

    http://www.daf.fm/video/kostolany-partner-heller-kostolanys-ratschlag-gilt-heute-noch-50151762-DE0008469008.html

  • Profilbild Thomas Vittner vor 2 Monaten, 4 Wochen:

    Ich finde, das was Schaffner sagt, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Auch ich versuche mich immer wieder im Stockpicking. Dabei halte ich mich meist an kleine Unternehmen, mit interessanten Kennzahlen und mit noch interessanterem Geschäftsmodell. Das können ganz neue Ideen oder Produkte sein. Trotzdem braucht man für diesen Investing Stil einen sehr langen Atem. Denn nicht alles entwickelt sich so wie gedacht. Ein paar Beispiele

    Crox

    Schuhe – kennt jeder. Waren der Hype! Seht Euch die Aktie an. Da wird man ja verrückt!

    True Religion

    Coole Jeans – super Bilanzkennzahlen. Trotzdem – viel geht nicht weiter und es gibt immer wieder Rückschläge

    Texas Roadhouse

    Die beste US Steak Kette – noch genügend Raum zu wachsen. Trotzdem steigt Mc Donald – obwohl an jeder Ecke schon ein solcher Laden ist…

    I Robot

    Die Zukunft schlechthin. Roboter die für uns Dinge tun, die wir nicht gerne machen. Bomben entschärfen oder einfach nur Staubsaugen. Trotzdem: der Kurs der Aktie geht nicht gerade ab wie eine Bombe…

    Aldila

    Ganz neuartige Golfschläger – bis irgendwann das Geschäft nicht mehr so lief. Heute ein Pink Sheet…

    Aubible

    Hörbüchern gehört die Zukunft – sagte man vor ein paar Jahren. Bis die Firma aufgekauft wurde – selbstverständlich nach einem starken Kurseinbruch…

    Ekornes

    Stressless Möbel – schon gehört? Beste Qualität, hohe Dividende. Aber die Aktie…naja…

    Jamba Juice

    Smoothie Kette in den USA. Turnaround Story – hmmm. Auch Insiderkäufe (vor ein paar Jahren) waren kein Garant für Kursanstiege

    Fredericks of Hollywood – die „anderen“ – die „richtigen“ waren Victorias Secret…

    Ihr seht – Investing ist nicht einfach. Gute Firmen, gute Bilanzkennzahlen (nicht unbedingt heute – aber früher zumindest). Aber: gerade bei kleinen Firmen kann so viel schief gehen. Der schwarze Schwan lauert hinter jeder Ecke. Daher: auch Investoren brauchen ein Risikomanagement. Mit Buy & Hold alleine ist es nicht getan.

    LG Thomas

  • Profilbild Richard Zerfowski vor 2 Monaten, 4 Wochen:

    Ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell bietet der Dialysespezialist FMC. Das Klientel welches auf die Produkte von FMC angewiesen ist wächst stetig – Siehe der nachstehende Bericht.

    http://www.welt.de/gesundheit/article13794383/300-Millionen-Chinesen-leiden-an-Uebergewicht.html

    “FMC ist und bleibt ein Wachstumsgarant. Der Dialysespezialist hat 2011 ein Rekordergebnis erzielt und die 15. Dividendenerhöung in Folge angekündigt. Für 2012 stellt der DAX-Konzern weiteres Wachstum in Aussicht”

    Ich kann mir gut vorstellen, dass wir in spätestens drei Jahren die 100 € bei FMC sehen werden – Tendenz auch dann weiter steigend.

  • Profilbild Richard Zerfowski vor 2 Monaten, 1 Woche:

    Zu dem gleichen Thema gibt es eine weitere Aktie welche sich ideal für eine Buy and Hold Strategie eignet und die ich zu meinen absoluten Lieblingen zähle. Es gibt wenige Aktien, welche ihr Allzeithoch jetzt schon wieder erreicht bzw. deutlich überschritten haben. Dazu gehört der weltweit größte Insulinproduzent, das dänische Unternehmen Novo Nordisk (WKN: 866931). Neben neuen Medikamenten legt Novo Nordisk einen Fokus auf die Diabetes-Früherkennung, deren Prävention und Aufklärung.

    Die Zahlen des letzten Geschäftsjahres belegen deutlich, dass das Unternehmen mit seiner Spezialisierung auf den Wachstumsmarkt Diabetes mit der aktuellen „Finanzkrise“ absolut nichts zu tun hat. Der Umsatz und damit auch die Gewinne des Unternehmens sprudeln ohne Unterlass und bewegen sich auf Rekordniveau. Auch der Blick auf den Chart seit 2008 zeigt, dass die Aktie seit Beginn der „Finanzkrise“ also in einem sehr schwierigen Marktumfeld sogar um über 150 % zulegen konnte.

    In den letzten 20 Jahren ist die Aktie von etwa 4 € kommend im Schnitt jedes Jahr um 18 Prozent gestiegen. Dazu kommt eine kontinuierlich steigende jährliche Dividendenzahlung. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieser Trend fortsetzt, ist außergewöhnlich hoch.

© 2012 - trading netzwerk – Thomas Vittner