Administratoren

  • Profilbild

Investing

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 5 Tagen, 18 Stunden aktiv

Die fundamentale Seite der Börsenspekulation

Griechenland (23 Antworten)

← Übersicht   Alle Diskussionen anzeigen
  • Profilbild Herbert Autengruber vor 6 Monaten, 2 Wochen:

    Wie geht der Krimi weiter? Nun ich habe so ziemlich alle wichtigen Staats-Umschuldungen der letzten 15 Jahre mitgemacht. Regierungswechsel und Rückschläge während den monatelangen Verhandlungen, bzw. der Umsetzung ist nichts ungewöhnliches.

    Nach wie vor bleibe ich dabei, dass es wesentlich wahrscheinlicher ist, dass es zur vorgeschlagenen freiwilligen Umschuldung kommt und nicht zu einer unkontrollierten Pleite und Ausscheiden aus der EU/Eurozone.

    Denn sowohl für Griechenland als auch für die Retter (Europa) ist das einfach die bessere Lösung. Das heißt kommt tatsächlich eine Volksbefragung Anfang Dezember halt ich es für sehr wahrscheinlich, dass die vorgeschlagene Umschuldung angenommen wird. (Wofür sollten die Griechen sonst stimmen, freiwillig dafür am nächsten Monatsbeginn wahrscheinlich keinen Gehalt mehr zu bekommen?)

    Die wirklich entscheidende Hürde ist aber dann wenn das Umtauschangebot herauskommt, denn es muß ja von jedem Betroffenen (ob das nur Banken und Versicherungen oder auch alle Private sind ist noch unklar) auf einem Formular bestätigt werden.

    Wenn man die Annahme des Angebots davon abhängig macht ob z.B. mindestens 90% der Anleihegläubiger annehmen wird es wieder spannend. Denn dann wird wieder die Drohung im Raum hängen andernfalls geht Griechenland Pleite.

    Aber diese Drohungen hat es in vergangen Fällen immer gegeben und noch nie ist deswegen eine Umschuldung gescheitert. Ich bleibe also optimistisch.

    Allerdings es sieht nicht so aus als wir vor Ende Dezember möglicherweise Ende Jänner endlich Klarheit haben. Bis dahin werden wohl weltweit die Märkte nach wie vor nervös bleiben. Die Chancen für eine kleine Herbstrallye sind aber intakt.

    LG Herbert

  • Profilbild Thomas Vittner vor 6 Monaten, 2 Wochen:

    Ich kann den Ausführungen von Herbert nichts hinzufügen. Was ich aber ansprechen möchte ist die Frage des Referendums in Griechenland. Mal ja, mal nein. Und die Frage nach Demokratie.

    Was ist eure Meinung zu diesem Thema? Sollte man in Griechenland über so etwas abstimmen dürfen? Die Medien diskutieren das kontrovers, und auch ich schwankte mit meiner Meinung hin und her.

    Zuerst dachte ich mir:

    Ja sind die Griechen denn noch zu retten? Da werden sie selbst gerettet, weil ihnen das Wasser bis zum Hals steht und dan erlauben sie sich die Frechheit, noch drüber nachdenken zu wollen?

    Der nächste Gedankengang: die dürfen nicht abstimmen und sollen froh sein, dass wir Ihnen das Seil hinwerfen…

    Dann: Die müssen abstimmen. Denn egal, wie und warum das Land Schulden hat, ob die Leute dort faul sind (glaub ich nicht) oder nicht. Es betrifft ja die Menschen dort, die plötzlich viel weniger haben oder für die diese Einschnitte sogar existenzbedrohend sind. Die Griechen müssen daher selbst verantworten, wie es mit Ihnen weitergeht.

    Letztlich hat sich aber folgende Meinung bei mir durchgesetzt, die keineswegs richtig sein muss. Vielleicht gibt es auch kein Richtig?!

    Die Griechen dürfen nicht abstimmen. Sie müssen nehmen, was sie bekommen. Ob ihnen das gefällt oder nicht. Denn es geht ja nicht nur um Griechenland sondern um die EU. Das wäre ja noch schöner, wenn sie das System zuerst bis zum geht nicht mehr ausnutzen, da und dort sogar lügen und betrügen und sich dann noch das Recht herausnehmen, die ganze EU oder den Euro in Gefahr zu bringen in dem sie eventuell mit “Nein” stimmen. Das kann nicht sein!

    Die Griechen können gerne abstimmen, ob Sie eine neue Autobahn bauen oder eine U Bahn in Athen errichten. (gibts dort schon eine? keine Ahnung!). Aber sie können nicht drüber entscheiden, was mit uns allen geschieht. Das hätten sie sich früher überlegen müssen.

    Das hat nichts mit Diktatur oder nicht vorhandener Demokratie zu tun. Es geht lediglich darum, dass es keine Entscheidung ist, die Griechenland isoliert betrifft. Ich kann ja auch nicht drüber abstimmen im Bekanntenkreis, ob der Exukutor nun kommen darf und wieviel er mitnimmt. Da hätte ich einfach nicht so viel Kredite aufnehmen dürfen…

    Daher ein klares Nein von mir zur Frage, ob die Griechen abstimmen dürfen. Wie seht ihr das?

    LG Thomas

  • Profilbild Carsten Preinfalk vor 6 Monaten, 2 Wochen:

    Ich denke auch dass die Griechen nicht abstimmen sollen!

    Verantwortlich dafür ist jedoch nicht das Volk, sondern die politische Führung, die diese Misswirtschaft zugelassen hat.

    Wie kann man seinen Bürgern jahrelang solch üppige Allimente bieten (öffentlicher Dienst) und die Rente in den vielseits genannten Höhen auszahlen.
    Wie kann man solche Steuerbetrügereien zulassen und den Staat um die Einnahmen bringen, die dann über EU- Töpfe in die löcherigen Kassen fliessen müssen.

    Heute las ich darüber hinaus interessiert über die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit griechischer Unternehmen, die vollkommen binnen orientiert agieren. Wie kann ein EU Mitglied so agieren?

    Ich finde die griechische Führungselite gelinde gesagt eine Katastrophe und hoffe, dass über eine neue Regierungsbildung besseres nachkommt.

    Dass die Bürger das ganze System ausnutzen ist mir vollkommen klar. Viele verstehen doch überhaupt nicht die größeren Zusammenhänge in Europa und schauen dass sie ihre Schäfchen ins Trockene bringen. Wenn der Staat keine ausreichendenden Rahmenbedingungen setzt wird geholt was geht!

  • Profilbild Andreas Jobst vor 6 Monaten, 2 Wochen:

    Zuerst dachte ich auch daß die Griechen nicht abstimmen sollen,dann aber habe ich meine Meinung geändert.
    Soll das Volk darüber entscheiden,zuerst aber sollten sie über die Regierung abstimmen und hoffentlich die aktuelle abwählen.

    Sollten sie sich gegen das nächste Rettungspaket entscheiden wären sie erst mal raus aus der EU,dies wäre meiner Meinung nach kein Weltuntergang für den Euro,im Gegenteil.Die Milliarden die wir bereits gezahlt haben,viel zu viel schon meines Erachtens.

    Über unsere Regierung will ich mich gar nicht äußern,sonst rege ich mich nur auf.Egal ob Griechenland,Italien etc.Hat man es versäumt vorher genau die Regulatien zu prüfen hätte man spätestens bei den ersten Problemen massiven Druck ausüben müssen.

    Nichts gegen die Menschen in den Ländern,auch ich halte diese alles andere als faul.

  • Profilbild Marcus vor 6 Monaten, 2 Wochen:

    ich habe dazu eine sehr pragmatische meinung. in einer demokratie gibt es eine gewählte volksvertetung, die zum wohle des landes agieren soll.

    Das heißt, dass das Parlament das Volk vertritt, denn dazu ist es schließlich gewählt und darauf wird dann auch von der Regierung der Amtseid geschworen.

    Und somit ist ein Volksentscheid für mich hinfällig. Wo soll man denn bitte schön sonst die Grenze ziehen?

    Ich gehe sogar so weit, das ich Volksentscheide teils für sehr gefährlich halte. Die Begründung würde hier zu weit führen.

    BG, Marcus

  • Profilbild Thomas vor 6 Monaten, 2 Wochen:

    @ Carsten:
    Du schreibst: “Viele verstehen doch überhaupt nicht die größeren Zusammenhänge in Europa und schauen dass sie ihre Schäfchen ins Trockene bringen. ”

    Verstehst du denn die größeren Zusammenhänge bzw. weißt was hinter den Kulissen wirklich gespielt wird? Wenn ja, dann lass uns doch mal daran teilhaben.

    @Marcus:

    Also ich kenne kein Parlament, was wirklich zum Wohle des Landes agiert.
    Wir hatten bei der letzten Bundestagswahl eine Wahlbeteiligung von ca 60%, davon haben etwas über 50% für die Regierungsparteien gestimmt. Das ist nicht die Mehrheit der Bevölkerung. Also, wie kann diese Regierung das gesamte Volk vertreten.
    Es wird doch nur noch reine Lobbypolitik betrieben.

    Außerdem glaube ich nicht, dass die momentan immer weiter ansteigende Verschuldung zum Wohle des Volkes ist.
    Es sei denn man meint, dass steigende Inflation und eine eventuell bevorstehende Währungsreform zum Wohle der Bürger sind.
    Ich glaube das nicht.

    Dann kommt noch dazu, dass die meisten Gesetze in der EU gar nicht von einem Parlament generiert werden, sondern von der EU-Kommission. Die ist aber von keinem Bürger der EU jemals gewählt worden, also auch keine Demokratie, eher EUdSSR.

    In meinen Augen, sollte es viel mehr Volksentscheide geben, denn das ist wirkliches Mitbestimmungsrecht der Bürger.
    In der Schweiz funktioniert dies ja auch.

    Und zu Griechenland, das mit dem Referendum hat sich ja nun erledigt. Aber das Schicksal des Euro bzw. der EU wird eh von ganz anderen Leuten bestimmt (ich sage nur Bilderberger), da hat das europäische Volk nicht viel zu bestellen.

    Die Bürger der westlichen Welt werden durch gezielte Aktionen (09/11, Klimalüge, Finanzkrise 2008, Eurokrise) in einem permanenten Angstzustand gehalten und warum?
    Damit die Staaten noch mehr Kontrolle ausüben können, das haben die Gesetze nach 09/11 ja bereits gezeigt und es werden immer mehr (Gesetz zur Datenspeicherung, Finanztransaktionssteuer). Aber so ist das halt im “sozialistischen Kapitalismus”.
    Man sollte sich nur mal fragen, wer hat wirklich Vorteile von dieser Entwicklung.

    Ich weiß, viele von Euch denken jetzt: “Was ist das denn für ein Verschwörungstheoretiker.” Aber damit kann ich leben.
    Man sollte seine verfestigten Meinungen und Denkmuster einfach mal in Frage stellen. Als Trader sollte einem das nicht schwer fallen.

    LG Thomas

  • Profilbild Marcus vor 6 Monaten, 2 Wochen:

    @Thomas: Ich kann deine Argunmentation in großen Teilen verstehen. Besonders hinsichtlich der EU

    Aber: In einer Demokratie kann jeder entscheiden zur Wahl zu gehen oder halt nicht. Wenn dann die Wahlbeiteiligung derart niedrig , wie in vielen westlichen Ländern, ist, dann ist es für mich fraglich, ob lamentieren über die fehlende Rückendeckung in der Wählerschaft der richtige Weg ist bzw. alle wichtigen Entscheide über Volksentscheide abwickeln. Das führt das System ad absurdum. Ein Land wird irgendwann sonst handlungsunfähig und mir ist die Abhängigkeit von den Medien bei populistisch geführten Sachfragen zu hoch.

    Die Zeit des Volksentscheides ist die Wahl.

  • Profilbild traindl vor 6 Monaten, 2 Wochen:

    Hallo an alle,

    meine Meinung, NICHT Griechenland und deren Schulden werden die Eurozone massiv belasten und den EUR in Gefahr bringen sondern ITALIEN wird etwas ins rollen bringen das wohl niemand aufhalten wird können.
    Berlusconi hat seine Amtszeit lediglich dazu genutzt um Frauen aufs “Kreuz” zu legen anstatt Reformen durchzuführen. Solche Politiker kann niemand mehr ernst nehmen.

    Ich denke und befürchte dass die EUR Zone so wie sie jetzt ist nicht mehr lange Bestand haben wird.

    Und ich denke auch dass in jedem europäischen Staat inklusive hier bei uns in Österreich etwas mehr DIREKTERE Demokratie (Volksabstimmungen) ganz bestimmt nicht schaden würde. Unsere Politiker sind doch schlussendlich selbst schon längst überfordert mit dem was da draussen vor sich geht.
    Und wenn, dann möchte ich schon lieber selbst bestimmen können und meine Meinung abgeben , als mich von irgendwelchen Politikern, die keine Ahnung haben wie die ganze komplexe Finanzwelt funktioniert, vertreten zu lassen.

  • Profilbild Thomas vor 6 Monaten, 2 Wochen:

    @Marcus:

    Haben wir überhaupt noch eine Wahl bei den Wahlen?
    Was unterscheidet die Parteien denn noch von einander?
    Es ist doch ganz egal, ob schwarz/gelb, rot/grün oder große Koalition regiert, kam die letzte Zeit wirklich etwas positives für das Volk dabei raus?
    Kann es sein, dass deshalb nur noch so wenige wählen gehen?

    Da sollten sich unsere Politiker mal Gedanken drüber machen, anstatt immer so weiter zu regieren, wie bisher.

    Ich habe bis vor kurzem auch noch gedacht: “Wenn du nicht zur Wahl gehst, darfst du dich auch nicht über die Politik beschweren.”
    Was mache ich aber, wenn ich mich in keiner Partei wiederfinde?

    Das Dilemma ist, das sich der Staat in viel zu viele Dinge einmischt. Klar ist das Volk auch mit daran Schuld, denn die meisten verwechseln Freiheit leider mit Sicherheit und schreien daher auch so oft nachdem Staat und der schränkt die Freiheit dann wieder ein bischen mehr ein.

    Wir leben halt im Kollektivismus. Dort ist die Gruppe oder der Staat das wichtigste und die Aufgabe des Volkes, ist dem Staat zu dienen.

    Ich würde aber lieber im Individualismus leben. Denn da ist das Individium der wichtigsteTeil der Gesellschaft und die Aufgabe des Staates ist es, das Individium zu beschützen. Der Staat hat dem Volk zu dienen.

    LG Thomas

  • Profilbild Carsten Preinfalk vor 6 Monaten, 1 Woche:

    @ Thomas,

    Ich weiß außer der großen politischen Vision “vereinigtes Europa” auch nicht viel mehr. Und ich habe auch nicht die Weisheit gepachtet. Das muss ich wohl künftig dazuschreiben!

    Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung, dass viele nicht viel über Wirtschaft und Finanzen wissen. Das müssen sie auch nicht, da sie Volksvertreter gewâhlt haben..Was im übrigen nicht nur in Griechenland so ist.

    Grundsätzlich mag ich funktionierende Volksentscheide a la Schweiz, jedoch halte ich dies in der aktuellen griechischen Situation für unangemessen.

  • Profilbild Marcus vor 6 Monaten, 1 Woche:

    @ all: Mal etwas weit hergeholt, aber dennoch nicht uninteressant.

    Stellt Euch mal vor, es würde einen Volksentscheid zum Thema Trading und Eingrenzung von Spekulationsgeschäften (Differenzierungen jetzt mal ganz bewußt außen vor) geben.

    Dann muss man aber nicht allzu viel Fantasie entwicklen, wie so ein Volksentscheid ausgehen würde.

    Viele Themen der Welt sind zu komplex für Volksentscheide (es sei denn es geht um einen Bahnhof), was nicht heißt dass unsere Politiker sie unbedingt besser managen.

    Aber durch Fachausschüsse, die sich hauptberuflich um die “wichtigen” Themen “kümmern, besteht bei mir noch die Hoffnung, hohe Komplexität und Goodwill vorausgesetzt, dass das Parlament abwägt und die vernünftige Entscheidung zum Wohl des Volkes gut treffen kann. Sondersituationen (Regierungsunfähigkeit aufgrund bestimmter Situationen) ausgenommen. Dafür sind sie gewählt und erhalten Bezüge.

    Natürlich ist das jetzt sehr pauschal und beide Seiten haben ihre Berechtigung. Schaut nur mal unter Wikipedia und dem Stichwort “direkte Demokratie”.

    Meine Meinung habe ich letzten Sonntag bestätigt gesehen, als bei Günther Jauch in der guten ARD das Thema Finanzkrise für die breite Öffentlichkeit diskutiert wurde (Meinungsbildung). Wieviele Unwahrheiten, da in einer Stunde verbreitet wurden und geballte Ahnungslosigkeit zu dem Thema versammelt war, einfach unglaublich.

    Selbst der “Stern” erkannte dies und nahm es als Anlaß zu einem kritischen Artikel.

    http://www.stern.de/kultur/tv/die-grosse-ahnungslosigkeit-jauch-und-die-banken-nichts-wissen-macht-nichts-8230-1745412.html

  • Profilbild Herbert Autengruber vor 6 Monaten:

    Griechenland:

    grundsätzlich bewegt es sich in die richtige Richtung, das Umtauschangebot ist für Dezember/Jänner zu erwarten, dann wird es ca. 1 Monat spannend, bisher ist praktisch noch jedes freiwillige Umtauschangebot für Staatsanleihen in den letzten beiden Jahrzehnten angenommen worden.

    Dann könnte die griechische Tragödie endlich zum Ende kommen. Jedenfalls selbst im Fall einer Staatspleite fallen die Staatsanleihen eigentlich nicht unter 20% für einen Mutigen also beim aktuellen Kurs von ca. 30% eine kleine Position durchaus zumutbar.

    Beim Griechenland Aktien /Athex/ETF noch nicht so klar, fundamental sehr billig mit einem Kurs Buchwert unter 0,5 und -90% Performance seit 2007. Aber da die Rekapitalisierung der griechischen Banken noch Monate dauern könnte, ungewiss ob wir schon am endgültigen Boden sind, eher noch zuwarten.

  • Profilbild Thomas Vittner vor 4 Monaten, 2 Wochen:

    Mit 1.1.2012 gibt es aufgrund der Staatskrise in Griechenland neue Euro Münzen. Natürlich gelten diese Münzen auch bei uns. Sie können vor allem in griechischen Lokalen und beim Kauf von griechischen Lebensmitteln eingesetzt werden.

    Wie Sie zu diesen Münzen kommen? Sie liegen in Banken, Postämtern und Tankstellen zur freien Entnahme auf!

    Schönes neues Jahr!
    Thomas

  • Profilbild schaffner vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Ich habe dazu eine Frage. Was passiert wenn ich jetzt Griechische Anleihen kaufe und es zu einem Schuldenschnitt kommt. Was bedeutet das für den Kurs oder den Zinssatz einer bereits ausgegebenen Anleihe?

    Was passiert mit Griechischen Aktien? Auch wenn das Land pleite geht. Die Unternehmen existieren ja weiter und haben einen Wert. Trotz Rezession und trotz Zerschlagung und oder Verstaatlichung von Banken. Kann mittel und langfristig die Wette auf griechische Aktien überhaupt schiefgehen.

    Gruß, Lars

  • Profilbild Richard Zerfowski vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Hallo Lars,

    nehmen wir z.B. die Griechenland-Anleihe (248017) mit einem Zinssatz von 7,50 % und der Fälligkeit am 20.5.2013 – jetzt könnten folgende Szenarien eintreten:

    1. Du kaufst die Anleihe (aktuell 28,15 €/30,00 €) und hälst diese bis zur Rücknahme am 20.5.2013 zum “Nennwert” also zu 100 %. Tolles Geschäft !!!!!!!

    2. Man einigt sich mit den Gläubigern einen Schuldenschnitt vorzunehmen. Falls diese Einigung bei 70 % liegt (die Gläubiger also auf 70 % ihrer Forderungen verzichten) solltest Du am 20.5.2013 Deine bezahlten 30 € erhalten zuzüglich die 7,5 % an Stückzinsen p.a.

    3. Der Griechische Staat zahlt überhaupt nicht :-(
    Das wäre das worst case Szenario; allerdings hast Du die Möglichkeit das Geld bei Griechischen Gerichten einzuklagen :-)

    Auch griechische Aktien sollten Sachwerte darstellen. Insoweit erscheint der Blick auf den griechischen Aktienmarkt legitim. Ferner hat der FTSE/Athex 20 seit seinem Hoch Ende 2007 bei 2.850 Punkten bis Mitte Januar 2012 über 90 % seines Wertes verloren, was den Markt weiter für eine Investition interessant macht.
    Allerdings sind die größten Werte Bankentitel von denen ich eher die Finger lassen würde.
    Europas größter Wettanbieter OPAP könnte durchaus interessant sein. Ebenso der Coca Cola Abfüller Coca Cola HBC welcher einer der lukrativsten und größten Werte ist. Hellenic Telecom sollte das Ganze eigentlich auch unbeschadet überstehen.

    Grüße
    Richard

© 2012 - trading netzwerk – Thomas Vittner