Ich denke, jeder von uns kennt diese “kleinen Schwächen” und das Gefühl, wohlmöglich etwas am Markt versäumt zu haben.
Und genau darum ist es so gut, dass wir uns hier offen und ehrlich austauschen und diesen allgegenwärtigen Schweinhund – jeder auf seine Art – immer wieder einmal bewusst wahrnehmen und bearbeiten können.
Ich vergleiche das ganz gerne mit den AA-Treffen, wo auch tägliche und regelmäßige Disziplin gefordert ist, die Gemeinschaft zum Austausch da ist und in “schwachen” Phasen moaralisch hilft.
Bitte nicht in den falsch Hals bekommen: Damit will ich auf keinen Fall ernsthaftes Trading mit krankhaftem Suchtverhalten auf eine Stufe stellen; wobei sicherlich ein gewisses Suchtpotential unstreitig gegeben ist. Aber das ist dann “Zocken” und nicht Traden!
In einer Marktphase ohne regelkonforme Signale ohne Reue und ein schlechtes Gefühl flat zu bleiben, gehört ebenso zum “reiferen” Trading wie schöne Profits oder planmäßige Verluste zu verbuchen.
LG Jochen
PS: Im Übrigen finde ich, dass momentan für einen Swingtrader auf Tagesbasis gerade am US-Markt durchaus potentielle Shortsignale zu finden sind (s. auch Vittner-Screener); wie Ihr ja schon gesagt habt, der Markt wird auch nach periodischen Euphorie-/Übertreibungsphasen irgendwann immer wieder – zumindest zum Mittelwert – zurückkehren (mean reversal); wann dass jeweils sein wird kann KEINER wissen! Wir handeln einfach ganz sauber unsere Signale und warten ab … wenn dahalt nur der Faktor Mensch nicht wäre