Meine Antworten auf Marcos obige Fragen:
- Was kosten die Programme über Sie?
Wichtig: Ich verkaufe die Programme nicht und bin in keinster Weise mit niemandem verwandt oder verschwägert. Ich bemühe mich nur sehr, für ernsthafte Trader die sich (hurra!) für Trading mit System interessieren immer um Unterstützung seitens jener Hersteller die Produkte haben die auch ich verwende oder empfehlen kann.
Bei Wealth-Lab habe ich für meine Klienten Coupon Codes bekommen = eine $ 100,- Gutschrift (von derzeit glaube ich rund $ 800 Kaufpreis + MWSt). WL ist nur eine Lizenz und jährlich ab dem 2ten Jahr werden $ 150(?) fällig.
Für RightEdge bekommen „meine Trader“ 10%. Kostet in der vermutlich interessantesten Version $ 500. Keine jährlichen Gebühren und man kann eine Lizenz auf 2(!) Rechnern benutzen!
Wer entweder das eine oder andere tatsächlich kaufen will, bitte Email an mich und ich schicke euch eure Coupon Codes: HLH@HelnweinTrading.com
- Welches der Programme empfehlen Sie vor dem Hintergrund, dass ich Wert auf eine gute Drag and Drop-Funktion, Benutzerfreundlichkeit und einen professionellen Leistungsumfang lege?
Ich entwickle schon seit ewigen Zeiten mit Wealth-Lab, wobei die früheren Versionen gänzlich anders aufgebaut waren als die heutigen (WL 6 Developer = .NET => C# basierend). Dadurch habe ich in WL mehr Routine, ich denke aber dass beide sehr gute (und die einzig mir bekannten) sind, mit denen Portfolio-Backtestest sauber möglich sind = das Wichtigste im Backtest wenn man mit Aktien (oder CFDs die auf Aktien beruhen), mehreren Futures gleichzeitig, etc. arbeitet.
Will man nur singuläre Finanzinstrumente traden, zB einen Index-Future (DAX oder ES) so gibt es mehrere, auch den (fürs Testen) kostenlosen NinjaTrader der auch auf .NET/C# basiert. ProBacktest (ist das auch gratis?) basiert oder ist angelehnt an – so glaube ich – die recht alte Sprache EaysLanguage die in der Tradestation (in den USA vor allem) sehr weit verbreitet ist (war). Die hat aber den Vorteil das sie für uns Trader viel leichter zu lesen/lernen ist. Wir sind ja Trader, keine Programmierer!
Bisher hat sich die Mehrheit meiner Klienten im Coaching nach Tests beider, WL und RE, mehrheitlich für WL entschieden (deutlich). Ausschlaggebend ist, das WL einen sehr intuitiven Rule Wizard hat (zumindest im Vergleich zu RE) – und der wichtigste Vorteil: Was man im Wizard durch Drag and Drop erstellt sieht man im Code: Das macht das Erlernen einfacher.
Da die RE Eigentümer aber mit mir sprechen weil sie auf das Feedback meiner Community hören schließe ich nicht aus, dass diese (mit ein wenig Unterstützung durch mich) an genau diesen Dingen arbeiten. Auch wünsche ich mir dort im Namen „meiner“ Trader eine deutschsprachige Version. Ob und was kommt kann ich nicht sagen, aber es wird sicher nicht von heute auf morgen passieren. Sonst sind beide Tools ausgezeichnet (haben aber auch alle ihre Schwächen und Bugs)
Siehe auch hier meine Antwort zu RightEdge: http://www.tradingnetzwerk.de/groups/allgemein/forum/topic/right-edge-backtesting-und-screener-projekt/#post-3149
- Was muss ich bei den Programmen sonst noch beachten?
Solche Tools sind schlichtweg unerlässlich für ernsthafte Trader, egal ob kostenlose oder die professionelleren Versionen. Das Problem bleibt, dass man wissen muss, wie man überhaupt anfängt! Ich kann beim besten Willen das hier nicht beschreiben, nicht umsonst arbeiten Trader in meinen Coachings über mehrere Monate mit mir. Dabei werden zwar die Tools eingesetzt. Aber man muss ja auch wissen was warum man diesen „Maschinen“ füttert.
Achtung: Alle Tools haben Bugs. Ich habe u.a. bereits auch schon Thomas Vittner ein (scherzhaftes) Backtesting-Meisterzertifikat ausgestellt: Er behauptet immer mit Computern nichts am Hut zu haben, dabei hat er zB den WL-Jungs schon echte Bugs die er entdeckt hat nachgewiesen.
- Ich werde mir perspektivisch die Programmiersprache C# aneignen; wie gehe ich hierzu am besten vor?
Ja, sich C# (sprich „si-scharp“, für jene die das nicht kennen) anzueignen ist extrem hilfreich als Trader. Ich als Old-School-Trader und Tester – als ich Ingenieur wurde war der Computer noch ein Freigegenstand und hatte kleine grüne Monitore in der Größe einer Handfläche – habe lange geschimpft über diesen „Objekt-Orientierten-Quatsch“ weil ich einfach das ermitteln wollte was ich als Trader brauche.
Aber diese Dinge (in .NET) sind schon cool und mächtig wenn man sich überwunden hat. Und – viele, um nicht zu sagen die meisten (die wichtigsten) schwenken um auf .NET und dabei eben auf C#. RightEdge bietet den Vorteil, dass man sowohl in C# als auch in VB.NET (was praktisch das Gleiche ist, aber viel leichter zu lesen für Nicht-Programmierer, sprich Trader) arbeiten kann.
Langer Rede kurzer Sinn: Ja C# zu erlernen hilft als Trader enorm, besonders wenn man später seine Trades auch mal automatisieren will. Zum Beispiel sende ich alle meine Orders entweder mit einfachen VBA Scripts aus Excel oder in der letzten Zeit fast ausschließlich über VB.NET oder C# an die API meines Brokers (IB).
Wie man C# am besten erlernt dazu kann ich leider keine kompetente Antwort geben. Ich bin begeistert Autodidakt (und zweifellos ein wenig verrückt und lese und erarbeite mir Tag und Nacht immer alles was ich gerade brauche), aber erlerne es eben immer erst dann wann ich es brauche und mit Praxisbezug, um eben als Trader profitabel und langfristig erfolgreich zu sein. D.h wann es „an die Reihe“ kommt, dann haue ich mich rein. Also ich – und da bin ich sicher ein schlechtes Vorbild – würde zuerst mit dem neuen Tool (Wealth-Lab oder RightEdge) herumspielen, dann schauen was der verdammte Befehl bedeutet oder wie zum Teufel ich das über .NET in eine CSV Datei schreibe oder …
Meine Coaching Klienten sehen das übrigens komplett(!) unterschiedlich: Viele nutzen nur die Backtesting-SW für die sie sich entschieden haben und dabei hauptsächlich die schnell zu erlernenden Tools (z.B. Rule Wizard) und kümmern sich überhaupt nicht um C# oder so, andere wie G. aus der CH mit dem ich letzte Woche genau darüber sprach hat sich ein Lebenszeit Abo bei http://www.learnvisualstudio.net/ (englische Lernvideoserie) genommen und stürzt sich auf C#.
Zwei Tipps zu C#:
Ein (sehr gutes) und kostenloses Buch zu C# (6tes von oben): http://www.galileocomputing.de/katalog/openbook oder es gleich online lesen http://openbook.galileocomputing.de/visual_csharp_2010/
(wie ich sehe hat Jürgen diesen u.a. Links bereits oben gepostet während ich noch an meiner Dissertation hier schrieb)
Die beste Seite für mich zu C#, eben um immer bei Bedarf einen Befehl nachzuhaken: http://www.dotnetperls.com/